Verfasst von: gdittrich | 1. März 2024

Palmsonntag

Verfasst von: gdittrich | 16. Januar 2023

Freund und Feind

Bildquelle: Juergen Jotzo, pixelio.de

Gute-Nachricht-Übersetzung

Paulus ist kein Einzelkämpfer. Er ist Team-Player und verfügt über ein Netzwerk von Mitarbeitern, mit denen er über eine reine Arbeitsbeziehung hinaus, freundschaftlich verbunden ist. Besonders mit Timotheus, den er als Mentor begleitet, besteht ein Vater-Sohn-Verhältnis. Er sehnt sich nach seiner Nähe.

Trotzdem hat das Gemeinschaftliche auch Grenzen: Abschiede, Angriffe und Anklagen musste er alleine bewältigten. Doch Gott ist für ihn die Konstante, der hält, trägt und auf den sein Leben zuläuft.

2 Tim 4,9 Komm so bald wie möglich zu mir!

Das klingt nach Hilferuf …

10 Demas hat mich verlassen und ist nach Thessalonich gegangen, weil ihm mehr an dieser Welt gelegen ist als an der kommenden; Kreszens ging nach Galatien und Titus nach Dalmatien.

Leute haben ihn enttäuscht.

11 Nur Lukas ist noch bei mir. Bring Markus mit; er kann mir gute Dienste leisten. 12 Tychikus habe ich nach Ephesus geschickt.

Doch da sind auch treue Weggefährten.

13 Bring, wenn du kommst, meinen Mantel mit, den ich in Troas bei Karpus zurückgelassen habe. Bring auch die Buchrollen mit, vor allem die aus Pergament.

Auch manche Dinge sind wichtig.

14 Alexander, der Schmied, hat mir viel Böses angetan. Der Herr wird ihm nach seinen Taten das Urteil sprechen. 15 Nimm auch du dich vor ihm in Acht; er hat sich unserer Lehre und Weisung besonders hartnäckig widersetzt.

Es gibt auch gefährliche Personen.

16 Als ich mich das erste Mal vor Gericht verteidigte, hat niemand zu mir gehalten. Alle haben mich im Stich gelassen – Gott möge es ihnen nicht anrechnen! 17 Doch der Herr stand mir bei und gab mir Kraft.

Paulus befindet sich in Gefangenschaft in Rom und muss auch die Verlassenheit von Menschen erfahren. Doch gerade dann ist der Beistand Gottes da.

Denn durch mich soll ja die Verkündigung seiner Botschaft zum Ziel kommen: Alle Völker sollen sie hören. Und so hat er mich noch einmal aus dem Rachen des Löwen gerettet. 18 Der Herr wird mich auch künftig vor allen bösen Anschlägen retten und mich sicher in sein himmlisches Reich bringen. Ihm gehört die Herrlichkeit für alle Ewigkeit! Amen.

Er empfindet – trotz des Sendungsbewusstseins und Sicherheitsgefühls – das nahe Ende.

19 Grüße das Ehepaar Priska und Aquila und die Angehörigen von Onesiphorus. 20 Erastus blieb in Korinth, Trophimus habe ich in Milet gelassen, weil er krank war. 21 Sieh zu, dass du noch vor Anbruch des Winters hier bist.

Paulus liegt daran Timotheus nochmals zu sehen.

Eubulus, Pudens, Linus und Klaudia lassen grüßen, ebenso alle anderen Brüder und Schwestern.

22 Der Herr sei mit dir! Die Gnade sei mit euch allen!

Letztlich steht der Segen Gottes über allem.

Verfasst von: gdittrich | 16. Januar 2023

Gericht und Weltherrschaft

Bildquelle: Tim Reckmann, pixelio.de

2 Tim 4,1 Ich ermahne dich nachdrücklich vor Gott und vor Jesus Christus, der alle Menschen richten wird, die Lebenden und die Toten! Ich beschwöre dich, so gewiss Christus erscheinen und seine Herrschaft aufrichten wird:

Das Gericht Jesu bei seiner Wiederkunft und anschließenden Regierungsausübung betrifft alle Menschen – also Lebende und Tote, sowie Gläubige und Ungläubige. Anders als nach 1Thess4 (Aussagen über Gläubige) und Off20 (Aussagen über Gläubige nach der Trübsalszeit), definiert Paulus hier Jesu Gerichtshandeln umfassend auf alle Personen angewandt und schließt damit ein irgendwie geartetes Auferstehungsgeschehen mit ein.

Verkündigung

2 Verkünde den Menschen die Botschaft Gottes, gleichgültig, ob es ihnen passt oder nicht! Rede ihnen ins Gewissen, weise sie zurecht und ermutige sie! Werde nicht müde, ihnen den rechten Weg zu zeigen!

3 Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre unerträglich finden und sich Lehrer nach ihrem Geschmack aussuchen, die sagen, was ihnen die Ohren kitzelt. 4 Sie werden nicht mehr auf die Wahrheit hören, sondern sich fruchtlosen Spekulationen zuwenden. 5 Du aber musst in jeder Hinsicht ein klares Urteil behalten. Mach dir nichts daraus, wenn du dafür leiden musst. Erfülle deinen Auftrag als Verkünder der Guten Nachricht; tu deinen Dienst mit ganzer Hingabe.

Timotheus soll einfach weitermachen und sich der Sache des Evangeliums ganz hingeben.

Paulus sieht in naher Zukunft die Offenheit für die Annahme des Evangeliums schwinden. Er wirkt erschrocken, findet drastische Worte und redet Timotheus eindringlich zu, dass jetzt nicht die Zeit für behagliches Kuscheln und schmeichlerisches Wohlfühlgetue ist, sondern die Menschen müssten direkt und unmittelbar mit dem rettenden Angebot Gottes konfrontiert werden.

Es ist offensichtlich zu wichtig hier nachlässig zu sein. Die Annahme des Evangeliums (Glaube an Jesus, Apg 16,31) scheint die einzige Hoffnung zu sein, aus negativen Gerichtskonsequenzen zu retten. Dabei vermeidet Paulus Drohgebärden und unterlässt es vor möglichen Bestrafungen zu warnen. Stattdessen richtet er seinen Blick auf Positives …

Belohnungen

6 Für mich ist nun die Zeit gekommen, dass mein Blut wie ein Trankopfer ausgegossen wird und ich aus diesem Leben scheide. 7 Ich habe den guten Kampf gekämpft. Ich bin am Ziel des Wettlaufs, zu dem ich angetreten bin. Ich habe den Glauben bewahrt und unversehrt weitergegeben.

Paulus kann die Glaubensbewahrung und -weitergabe in die Waagschale werfen, die an Jesu Gerichtstag zählen wird.

8 Nun wartet auf mich der Siegeskranz, mit dem der Herr, der gerechte Richter, mich an seinem Gerichtstag belohnen wird – und nicht nur mich, sondern alle, die sehnlich darauf gewartet haben, dass er kommt.

Geschafft! Paulus steht nun da, wo Timotheus hinkommen soll. Auf ihn warten Belohnungen.

  • Belohnung erhalten auch die, die sich zu Jesus, seinem Evangelium und Reich stellen; es wird nichts Geringeres als das ewige Leben sein; dazu die 100fache Erstattung des Aufgegebenen bzw. Zurückgelassenen. Darüber hinaus werden die 12 Jünger, die Jesus nachfolgten, die 12 Stämme Israels richten (Mt19).
  • Die Märtyrer der Trübsalszeit werden auf Throne sitzen, mit Gericht halten, priesterlich dienen und mit Christus regieren (Off 20,4).
  • Darüber hinaus werden wir alle, die wir zu Gottes Volk gehören, als Mit-Richter und Mit-Regenten gesehen, die die ganze Welt und auch Engel richten werden. Jeder Gläubige besitzt somit richterliche Gewalt über die (ungläubige) Welt. (1Kor 6,2)

Belohnungen werden also in Bevollmächtigungen in der neuen Herrschaftsstruktur des Friedensreichs bestehen. Es werden ja neue Organisations- und Prozessabläufe errichtet, um das vorausgesagte gerechte Friedensreich zu begründen und auszugestalten.

Jesus wird König in Jerusalem sein. Dazu bildet sich ein Hofstaat, das sind Amtsleute und sozialorganisatorisches Verwaltungs-/Durchführungspersonal, das die Bewohner regieren wird, die nach dem Gericht in das Tausendjährige Reich eingehen. Ihre zukünftige Stellung ergibt sich aus dem Gerichtsentscheid.

https://www.bibelstudium.de/articles/2223/verschiedene-kronen.html

Verfasst von: gdittrich | 11. Dezember 2022

In welcher Kirche wohnt eigentlich Gott?

Wie hoch muss ein Kirchturm sein, damit sich Gott entschließt, in diesem Bauwerk zu wohnen? Die Frage scheint falsch gestellt, besser würde sie lauten: Wie kann ich Gott den Platz in meinem Leben einräumen, den er haben sollte …?

Gott begegnen heißt auf sein Liebe antworten.

kirche-gottIst der Wettstreit der Kirchen entschieden?

Als das Ulmer Münster 1890 vollendet wird, besitzt es den höchsten Kirchturm der Welt: 161 Meter ragt er in den Himmel empor. Die Evangelischen haben damit das Ringen der beiden deutschen Großkirchen um den höchsten Turm gewonnen. Der 10 Jahre zuvor fertiggestellte Kirchturm des Kölner Doms ist nämlich rund vier Meter niedriger. Allerdings hat der katholische Dom nicht bloß einen zentralen Turm, sondern gleich zwei Türme! Für welchen Wohnsitz wird sich Gott also entscheiden?

Kirchen dokumentieren die Größe ihrer Erbauer
Stiftskirchen und Kaiserdome werden Gotteshäuser genannt. Man darf annehmen, dass ihre Erbauer auch von Ehrfurcht vor der Größe Gottes motiviert wurden. Die Formen, die sie wählten – hoch, höher, am höchsten – drücken bis heute allerdings deutlich eine andere Größe aus. Sie sind Orte, an denen Steinmetze, Bildhauer und Maler ihr Können „verewigt“ haben. Sie mögen Bischofssitze und Grablegungsorte sein. Doch vor allem sind sie Zeugnisse des Menschen, der sich mit Geld, Macht und Geschick selbst großmachen möchte. Die Frage ist: Kann Gott so etwas überhaupt gefallen?

Gott lässt sich nicht auf umbaute Räume festlegen
Die Erkenntnis ist so plausibel wie entlarvend: Gott wird in keinem Gebäude wohnen, das Menschen ihm bauen. Das war König Salomo bewusst, nachdem er vor 3.000 Jahren den prachtvollen Tempel in Jerusalem vollendet hatte. Bei seiner Einweihungsrede formulierte er unmissverständlich, dass ein Gott, der den Himmel und die Weiten des Universums bewohnt, nicht in ein noch so großes Haus einziehen kann, das Menschen ihm bauen (Die Bibel: vgl. 2. Chronik 6,18). Ein Jahrtausend später stand Paulus auf dem Areopag, umgeben von Hunderten kleinerer und größerer Kultstätten der verschiedensten Gottheiten. Er sagte es frei heraus: „Der Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde ist, wohnt nicht in Tempeln, die von Händen gemacht sind“ (Die Bibel: Apostelgeschichte 17,24). Und dann erläuterte Paulus den Athenern, wer jener „unbekannte Gott“ ist, dem sie vorsichtshalber auch einen Altar gewidmet hatten.

Wo findet man Gott dann?

Fragen wir Gott selbst. Er kam in Jesus Christus zu uns. Der ewige Gott „wohnte“ als Mensch unter uns. Und dieser Jesus machte bekannt, wo man Gott antreffen kann: „Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen“ (Die Bibel: Johannes 14,23).

Ja, Sie lesen richtig: Gott wohnt nicht in steinernen Gebäudehüllen, er wohnt in Menschenherzen. Und ja, Sie verstehen richtig: Gott will durch Jesus Christus in eine Beziehung zu Ihnen treten. Sie dürfen sich angesprochen fühlen. Er will, dass Sie ihn lieben. Und er hat alles dafür getan. Jesus Christus starb aus Liebe zu Ihnen, stellvertretend für alle Sünden und Lieblosigkeiten dieser Welt.

Das anzunehmen, bedeutet, Gott so nahe zu sein, wie es näher nicht geht. Reden Sie mit Gott. Zum Beten müssen Sie nicht erst in eine Kirche gehen, sondern tun Sie es da, wo Sie gerade sind. Geben Sie Ihre Schuld bei ihm ab, räumen Sie ihm den ersten Platz in Ihrem Leben ein, fangen Sie an, ihm zu vertrauen und ihn zu lieben.

Stiftung Missionswerk Werner Heukelbach, https://heukelbach.org

Verfasst von: gdittrich | 28. März 2022

Wege

Bildquelle: Rainer Sturm, pixelio.de

Gute-Nachricht-Übersetzung

Wege zum Ende

2 Tim 3,1 Du musst wissen: In der letzten Zeit vor dem Ende der Welt stehen uns schlimme Zustände bevor.

2 Die Menschen werden selbstsüchtig, geldgierig, prahlerisch und eingebildet sein. Sie werden Gott lästern, ihren Eltern nicht gehorchen und vor nichts mehr Ehrfurcht haben. Sie sind undankbar, 3 lieblos und unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht und gewalttätig, sie hassen das Gute, 4 sind untreu und unzuverlässig und aufgeblasen vor Überheblichkeit.

Sie kümmern sich nicht um das, was Gott Freude macht, sondern suchen nur, was ihre eigene Lust vermehrt.

Paulus verrät uns nicht woher er das weis oder woraus er das schließt. Sicherlich nahm er prophetisch bereits in seiner Zeit solche Menschen mit schlechten Charakter wahr. In unserer heutigen Zeit dagegen erleben wir dagegen ihr Aufkommen massenhaft: Egoisten.

5 Sie geben sich zwar den Anschein der Frömmigkeit, aber von der wahren Lehre, von der Kraft, aus der echte Frömmigkeit lebt, wollen sie nichts wissen.

Ihrer Scheinheiligkeit fehlt die Substanz. Sie ahmen die Wahrheit nur nach. Paulus bringt die wirkliche Frömmigkeit mit der wahren Lehre in Verbindung. Sie bildet den Unterbau auf den ein guter Charakter fußt.

Halte dich von diesen Menschen fern!

Die Konsequenz ist es, sich vor Übernahme schlechter Sitten zu schützen, indem man solchen Menschen aus dem Weg geht.

Falsche Wege

6 Aus diesen Kreisen kommen nämlich die Leute, die sich in die Häuser einschleichen. Sie suchen gewisse Frauen für sich zu gewinnen, die mit Sünden beladen sind und von allen möglichen Leidenschaften umgetrieben werden, 7 solche, die immerfort lernen wollen und doch nie zur Erkenntnis der Wahrheit durchdringen können.

Wir wissen, dass die Wahrheit eine Person ist: Jesus Christus. Und nur durch und mit ihm gelangen wir zur Erkenntnis der Wahrheit (vgl. Joh 8, 31; 14,6).

8 So wie die ägyptischen Zauberer Jannes und Jambres sich Mose widersetzten, so widersetzen sich diese Verführer der Wahrheit. Diese Menschen haben den gesunden Verstand verloren und taugen zu nichts, was den Glauben betrifft.

Verführer führen von der Wahrheit weg. Die Folge ist die Untauglichkeit zum Glauben. Aber der Glauben ist unerlässlich, denn …

  • Hebr 11,6 … ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen. Wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass es ihn gibt und dass er die belohnt, die ihn aufrichtig suchen.

Die reformatorische Lehre von der Rechtfertigung drückt mit „sola fide“ (lat.: „allein Glaube“) die Überzeugung aus, dass der Mensch allein durch seinen Glauben das ewige Leben erlangt. Der Mensch wird nicht durch gute Werke vor Gott gerecht. Er erlangt seine (Ge-)Rechtsprechung und Rettung allein aufgrund des Glaubens an das Versöhnungswerk Jesu Christi (vgl. Wikipedia, sola fide).

9 Aber sie werden keinen großen Erfolg haben; es wird noch allen offenbar werden, dass sie im Unverstand handeln, genauso wie sich das bei den Ägyptern gezeigt hat.

Ihr Weg läuft ins Leere. Letztlich wird sich die Wahrheit durchsetzen.

Leidens- und Rettungswege

10 Du aber hast dich an meiner Lehre, meiner Lebensführung und meinem Lebensziel ausgerichtet. Du hast dich an das Vorbild meines Glaubens, meiner Geduld und meiner Liebe gehalten. Du kennst meine Standhaftigkeit 11 in allen Verfolgungen und Leiden; du hast es in Antiochia, Ikonion und Lystra miterlebt und weißt, was ich dort alles durchstehen musste – und aus all diesen Gefahren und Leiden hat mich der Herr gerettet.

Jeschua ist der hebräische Name von Jesus. Dieser beinhaltet den Gottesnamen Jahwe (JHWH) HERR und bedeutet „der Herr der rettet, der Herr der hilft, der Herr der heilt“. Jesus ist Gottes Sohn und als Erlöser (Messias) in die Welt gekommen um zu retten, zu helfen und zu heilen (www.namengottes.ch).

12 Alle, die in der Bindung an Jesus Christus ein Leben führen wollen, das Gott gefällt, werden Verfolgungen erleiden.

Paulus beschönigt nichts, Verfolgungen werden nichts Außergewöhnliches, Befremdliches sein.

Aber im Gegensatz zu den Egoisten, halten sich die Gott gefallen und erfreuen wollen (vgl. V. 4) an Jesus.

13 Die Verführer und Schwindler dagegen bringen es noch weit – auf dem Weg ins Verderben! Betrüger sind sie und selbst Betrogene!

Eigentlich ist des tragisch – die Verführer sind Täter und Opfer zugleich.

14 Du aber bleibe bei dem, was du gelernt und worauf du dein Vertrauen gesetzt hast. Du weißt, wer deine Lehrer waren, 15 und du kennst auch seit deiner Kindheit die Heiligen Schriften. Sie können dich den Weg zur Rettung lehren, die dir zuteilwird durch den Glauben, der sich auf Jesus Christus gründet.

Es ist nicht das, was man im Laufe des Lebens erworben hat oder die Menschen, die uns geprägt haben oder sogar die Bibel selbst, die uns die Rettung bringt, sondern es ist der Glauben an Jesus Christus.

  • Petrus bekennt: Apg 4,12 Jesus Christus und sonst niemand kann die Rettung bringen. Auf der ganzen Welt hat Gott keinen anderen Namen bekannt gemacht, durch den wir gerettet werden könnten.

16 Sie dienen dir aber auch bei deiner Aufgabe als Lehrer der Gemeinde. Denn jede Schrift, die von Gottes Geist eingegeben wurde, ist nützlich für die Unterweisung im Glauben, für die Zurechtweisung und Besserung der Irrenden, für die Erziehung zu einem Leben, das Gott gefällt. 17 Mit den Heiligen Schriften in der Hand ist der Mensch, der sich Gott zur Verfügung gestellt hat, ausgerüstet für alle Aufgaben seines Dienstes.

Die Wahrheiten des Wortes Gottes sind ein geistlicher Reichtum, mit dem wir die Schatzkammern unserer Gedankenwelt und unseres Herzens beständig füllen sollten. Wie Geld auf unserem Bankkonto sind diese Guthaben göttlicher Wahrheiten geistliche Vermögenswerte, die wir in Zeiten der Versuchung, bei moralischen Entscheidungen und auf der Suche nach dem Willen Gottes für unser Leben jederzeit abheben können.

John F. MacArthur Studienbibel, Kommentar zum Neuen Testament – 2. Timotheus, https://www.sermon-online.com/de/contents/20507

Verfasst von: gdittrich | 12. März 2022

Wahrheit kommunizieren

Bildquelle: Helmut J. Salzer, pixelio.de

Gute-Nachricht-Übersetzung

2Tim 2,14 Erinnere alle, die in der Gemeinde Verantwortung tragen, an dieses Wort und beschwöre sie bei Gott, dass sie sich vor der Gemeinde nicht in fruchtlose Diskussionen einlassen, die den Zuhörenden nur Schaden bringen.

Paulus nimmt mit dem Verbot, fruchtlose Diskussionen zu führen, die Gemeinde(-leitung) in Schutz. Er weiß, dass sie auf intellektueller und rhetorischer Ebene ihren Gesprächskontrahenten gegenüber unterlegen sein werden.

15 Bemühe dich, dass du vor Gott bestehen kannst – mit deiner Lebensführung und deinem unbeirrbaren Wirken, als einer, der das Wort der Wahrheit, die Gute Nachricht von Jesus Christus, klar und unverkürzt verkündet.

Er sieht ihren Vorteil und ihre Stärke dagegen in einem zeugnishaften Lebenswandel – standhaft und konkret auftreten, klar reden, und umfassend den Glauben weitergeben. Auch das ist kommunizierte Wahrheit.

16 Auf das gottlose Geschwätz gewisser Leute lass dich nicht ein! Sie werden sich immer noch weiter von Gott entfernen, 17 und ihre Lehre wird wie ein Krebsgeschwür um sich fressen. Ich denke zum Beispiel an Hymenäus und Philetus, 18 die von der Wahrheit der Guten Nachricht abgeirrt sind, wenn sie behaupten, unsere Auferstehung sei bereits geschehen. Damit bringen sie manche vom wahren Glauben ab.

Hätte Paulus die irrige Meinung anderer nicht einfach abtun und ignorieren können? Dann hätte er aber auch diejenigen aufgegeben, die dieser Irrmeinung folgen. Also kämpft er für sie und verteidigt vehement „sein“ Evangelium.

Dabei greift er die abweichende Lehrmeinung polemisch an. Statt ein Gesprächsangebot zu machen und eine sachliche, theologische Diskussion herbeizuführen, grenzt er seine Meinung scharf ab und setzt diese als „Wahrheit“ absolut.

Es hat den Anschein, dass sich Paulus mit diesem Nicht-in-Gespräch-bleiben-wollen von einer Überzeugungsstrategie abwendet und sich in eine Lehrfestung einigelt, um aus dieser Position heraus autoritäre Beharrungsmanöver zu unternehmen.

Anders als Paulus wünscht sich Petrus, dass sich die Glaubensanhänger den Konflikt stellen.

  • 1Petr 3,15 Christus allein ist der Herr; haltet ihn heilig in euren Herzen und weicht vor niemand zurück! Seid immer bereit, Rede und Antwort zu stehen, wenn jemand fragt, warum ihr so von Hoffnung erfüllt seid.

Im weiteren Verlauf der frühen christlichen Kirche wird‘s dann aber apologetische Verteidigung der Wahrheit und des Glaubens gegenüber weltlichen und innerkirchlichen Positionen geben. Man wird besonders in den Konzilien um Schärfung von Glaubenssätzen ringen. Gerade Augustinus argumentiert mit vernunftmäßigen Begründungen und philosophischen Methoden für den christlichen Glauben.

19 Aber das sichere Fundament, das Gott gelegt hat, ist unverrückbar. Es trägt den Abdruck von Gottes Siegel, auf dem zu lesen ist: »Der Herr kennt die, die zu ihm gehören.« Und: »Wer sich zum Namen des Herrn bekennt, muss aufhören, Unrecht zu tun.« 20 In einem großen Haushalt gibt es eben nicht nur Gefäße aus Gold und Silber, sondern auch solche aus Holz oder Ton. Die einen sind für ehrenvolle Anlässe bestimmt, die andern dienen als Behälter für den Abfall.  21 Wer sich von solchen Lehren fern und rein hält, wird ein Gefäß zu ehrenvollem Gebrauch, ein heiliges Gefäß, dem Hausherrn von Nutzen und fähig zu jeder guten Tat. 22 Hüte dich vor den Leidenschaften, die einen jungen Menschen in Gefahr bringen. Bemühe dich um Gerechtigkeit, Glauben, Liebe und Frieden, zusammen mit allen, die sich mit reinem Gewissen zum Herrn bekennen.

23 Lass dich nicht auf die unsinnigen und fruchtlosen Spitzfindigkeiten dieser Leute ein; du weißt, dass das nur zu Streitigkeiten führt.

Weiterhin ist Paulus gegen das rednerische Engagement des Timotheus. Er befürchtet, dass letztlich nur Entzweiendes herauskommt.

24 Ein Mensch, der dem Herrn dient, soll aber nicht streiten, sondern allen freundlich begegnen. Er muss in der Lage sein, ihnen die wahre Lehre zu vermitteln. Er darf sich nicht provozieren lassen, 25 sondern muss die Gegner verständnisvoll auf den rechten Weg weisen.

Paulus legt ihn stattdessen ein christliches, tugendhaftes Verhalten abseits konfrontativen Auftretens nahe: Freundlichkeit, Lehrbefähigung, Gelassenheit, Verständigkeit.

Den rechten Weg weisen hat nichts damit zu tun, jemanden lautstark seine Argumenten um die Ohren zu schlagen und ihn auf seine Seite herüberzuziehen. Es geht auch nicht darum einen Kompromiss anzustreben und sich nur mit einer Halb-Wahrheit zufrieden zu geben. Vielmehr setzt es eine Haltung des Zugewandtseins und Begleitens voraus.

Vielleicht gibt Gott ihnen die Gelegenheit zur Umkehr und lässt sie zur Besinnung kommen, sodass sie die Wahrheit erkennen

  • Joh 8, 31 Jesus sagte zu den Juden, die zum Glauben an ihn gekommen waren: »Wenn ihr bei dem bleibt, was ich euch gesagt habe, und euer Leben darauf gründet, seid ihr wirklich meine Jünger. 32 Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen.« (…) 36 Wenn der Sohn euch frei macht, dann seid ihr wirklich frei.

26 Dann können sie sich aus der Schlinge befreien, in der sie der Teufel gefangen hatte, um sie für seine Absichten zu missbrauchen.

  • Joh 8,44 Ihr seid Kinder des Teufels, der ist euer Vater, und ihr wollt nur ausführen, wonach ihm der Sinn steht. Er ist von Anfang an ein Mörder gewesen und hat niemals etwas mit der Wahrheit zu tun gehabt, weil es in ihm keine Wahrheit gibt. Wenn er lügt, so entspricht das seinem Wesen; denn er ist ein Lügner und alle Lüge stammt von ihm

Die Wahrheit ist eine Person: Jesus Christus.

  • Joh 14,6 Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
Verfasst von: gdittrich | 6. März 2022

Begnadigungen

Bildquelle: sokaeiko, pixelio.de

Gute-Nachricht-Übersetzung

2 Tim 2,1 Du aber, mein Sohn, werde stark durch die Gnade, die dir durch Jesus Christus geschenkt ist!

Jegliche Gnade erfahren wir durch Jesus Christus. Unsere erste „Begnadigung“ besteht in der personalen Stärke uns weiterzuentwickeln und unser Potential voll auszuschöpfen. Dies geschieht dadurch, den Herrn Jesus im eigenen Leben wirken zu lassen.

2 Was ich dir vor vielen Zeugen als die Lehre unseres Glaubens übergeben habe, das gib in derselben Weise an zuverlässige Menschen weiter, die imstande sind, es anderen zu vermitteln.

Ein weiteres Geschenk Jesu Christi stellt die auf ihn basierende geistliche Lehre unseres Glaubens dar.

Paulus formulierte in seinen Briefen aufeinander bezogene Lehr- und Glaubenszusammenhänge. Damit ermöglichte er eine methodisch zielgerichtete Glaubensweitergabe. Ziel sollte die einheitliche Geschlossenheit innerhalb der Gemeinde und eine raum-zeitliche Gültigkeit und Kontinuität sein, die über sich selbst hinausweist.

3 Nimm es auf dich, als treuer Soldat im Dienst von Jesus Christus zusammen mit mir für ihn zu leiden. 4 Niemand, der in den Krieg zieht, kümmert sich noch um seine Alltagsgeschäfte, sondern es geht ihm einzig darum, die Anerkennung seines Befehlshabers zu finden. 5 Ein Sportler, der an einem Wettkampf teilnimmt, kann den Preis nur gewinnen, wenn er die Regeln des Wettkampfs einhält. 6 Der Bauer, der sich müht und plagt, hat auch als Erster das Anrecht, vom Ertrag des Feldes zu essen.

Bei allen strategischen Überlegen und Tun der unterschiedlichen Berufsgruppen (Soldat, Sportler, Bauer), ist es selbstverständlich  …

  • … Gott, der das Gedeihen gibt (vgl. 1Kor 3,7).

7 Du verstehst, was ich damit sagen will. Der Herr wird dir in allem das rechte Verständnis geben.

Eine weitere Gabe Jesu Christi, die uns stark in der Gnade sein lässt, ist über ein intellektuelles Verständnis zu verfügen, um die vor uns liegenden Aufgaben und Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

Alles fokussiert sich auf Jesus Christus

8 Halte dir Jesus Christus vor Augen, auferweckt vom Tod, aus der Nachkommenschaft Davids,

Es sind besonders diese zwei Aspekte, die ihn 1) als Todesüberwinder und Lebensbringer und 2) den wiederkommenden Messias und richtenden Herrscher kennzeichnen.

wie es der Guten Nachricht entspricht, die ich verkünde!

Genauso wichtig wie die Person Jesus Christus, ist auch seine Lehre, Gute Nachricht, Botschaft …

9 Um ihretwillen leide ich; sie haben mich sogar wie einen Verbrecher in Fesseln gelegt – aber das Wort Gottes kann nicht in Fesseln gelegt werden. 10 Ich ertrage das alles für die Menschen, die Gott erwählt hat, damit auch sie durch Jesus Christus gerettet werden und die ewige Herrlichkeit erhalten.

Paulus, der gefesselte Verkündiger der ungefesselten Guten Nachricht, beschreibt Jesus Christus weiter als 3) Retter der Erwählten und 4) Geber ewiger Herrlichkeit.

11 Es ist ein wahres Wort: Wenn wir mit Christus gestorben sind, werden wir auch mit ihm leben. 12 Wenn wir mit ihm geduldig leiden, werden wir auch mit ihm herrschen.

In diesem Merksatz setzt Paulus einerseits einen Belohnungsreiz: herrschendes Leben mit Jesus Christus …

Wenn wir aber nicht zu ihm halten, wird auch er nicht zu uns halten.

… dann aber auch einen Abschreckungsreiz, der in der bewussten Beziehungslösung zu Jesus Christus begründet ist.

  • Lk 9,26 Wenn jemand nicht den Mut hat, sich zu mir und meiner Botschaft zu bekennen, dann wird auch der Menschensohn keinen Mut haben, sich zu ihm zu bekennen, wenn er in seiner Herrlichkeit kommt und in der Herrlichkeit des Vaters und der heiligen Engel.
  • Lk 12,8Ich sage euch: Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn am Gerichtstag bekennen vor den Engeln Gottes. 9Wer mich aber vor den Menschen nicht kennen will, den wird auch der Menschensohn nicht kennen am Gerichtstag vor den Engeln Gottes.

13 Und doch bleibt er treu, auch wenn wir ihm untreu sind; denn er kann sich selbst nicht untreu werden.

Als erwählte Begnadigte, die in einer lebendigen Verbindung mit Jesus Christus stehen, dürfen uns auf Gottes Treue und beständige Zuwendung verlassen, dürfen seiner geschenkte Gnade in Jesus Christus trauen, weil diese Dinge alle seinem Wesen entspringen.

Verfasst von: gdittrich | 3. Februar 2022

Thema: Gericht

Bildquelle: Thorben Wengert, pixelio.de

Gute-Nachricht-Übersetzung

2 Tim 1,12 Darum muss ich auch dies alles erleiden. Aber ich stehe dazu;

… wegen der Verkündigung von Jesus Christus, der das Leben bringt. Als Paulus den Brief verfasst, ist er in Rom inhaftiert und will für Timotheus ein Vorbild sein, der ihm in Ephesus nacheifern soll.

denn ich weiß, wem ich Glauben geschenkt habe, und bin überzeugt,

  • Der Glaube ist ein Festsein des Erhofften und ein Überzeugtsein von den unsichtbaren Dingen (vgl. Hebr 11,1).

dass er die Macht hat, bis zum Tag des Gerichts

Ein unsichtbares, zukünftiges Ding ist dabei der Tag des Gerichts. Es wird ein Tag der ernsthaften Abrechnung sein, aber im Glauben dürfen wir ihn durchweg freudig entgegensehen, denn nicht unsere Errettung steht auf dem Spiel, sondern unsere Taten.

  • 1Kor 3,13 Am Tag des Gerichts wird … die Feuerprobe gemacht: Das Werk eines jeden wird im Feuer auf seinen Wert geprüft.

sicher zu bewahren, was er mir anvertraut hat.

Paulus wurde das Evangelium anvertraut und Timotheus das Leben aus Glauben. Rückblick … 2 Tim1,5 Ich habe deinen aufrichtigen Glauben vor Augen, denselben Glauben, der schon in deiner Großmutter Loïs und deiner Mutter Eunike lebte und der nun – da bin ich ganz sicher – auch in dir lebt. 6 Darum ermahne ich dich: Lass die Gabe wieder aufleben, die Gottes Geist in dich gelegt hat und die dir geschenkt wurde, als ich dir die Hände auflegte!

Es macht einen Unterschied wie wir handeln, wie wir mit unseren überlassenen Gütern umgehen, was wir daraus machen.

13Halte dich an die gesunden Worte, die du von mir gehört hast. Nimm dir daran ein Beispiel, wie du selber reden sollst. So hast du teil an dem Glauben und der Liebe, wie sie durch Jesus Christus in uns leben. 14Bewahre die Lehre, die dir anvertraut worden ist! Der Geist Gottes, der uns geschenkt wurde, wird dir die Kraft dazu geben.

Dabei soll sich Timotheus am Vorbild Paulus und der Lehre des Evangeliums orientieren. Genauso wie er, dürfen wir dazu die reale Hilfe in Anspruch nehmen, die uns durch Jesus Christus und den Geist Gottes gegeben sind; vgl. V.8b Gott gibt dir die Kraft dazu.

gescheitertes Lebenswerk?!

15Du weißt ja, dass alle in der Provinz Asien mich im Stich gelassen haben, auch Phygelus und Hermogenes.

Whow, wenn ALLE ihn an seiner Wirkungsstätte, in der er jahrelang tätig war, verlassen haben – was bleibt da noch? Kann man da nicht das Missionsprojekt, das sich über das römische Reich erstreckte, insgesamt als verloren ansehen?! Doch es scheint Paulus gar nicht zu beunruhigen; er vertraut ja nach Vers 12 darauf, dass Gott sein Werk bewahrt! Auf die Beurteilung seines Herrn, sein Urteil verlässt er sich!

16Der Herr schenke den Angehörigen von Onesiphorus sein Erbarmen. Er hat mich oft ermutigt. Dass ich im Gefängnis bin, hat ihn nicht abgeschreckt, er hat sich nicht ängstlich von mir zurückgezogen. 17Sobald er hier in Rom ankam, hat er nach mir gesucht, bis er mich fand. 18Und was er in Ephesus alles für die Gemeinde getan hat, weißt du besser als ich.
Schließlich nennt Paulus zur Ermutigung noch einen, auch Timotheus bekannten Mitstreiter, der derzeit in Rom weilt, aber früher in Ephesus lebte.

Unser Herr möge ihm helfen, am Tag des Gerichts bei Gott Erbarmen zu finden!

Seine guten Taten sollen ihm am Tag der Feuerprobe aller Werke vorteilhaft angerechnet werden.

Verfasst von: gdittrich | 1. Februar 2022

Thema: Leben

Bildquelle: Manfred Schütze, pixelio.de

Gute-Nachricht-Übersetzung

2 Tim 1,1 Diesen Brief schreibt Paulus, zum Apostel von Jesus Christus bestimmt durch den Willen Gottes und dazu beauftragt, das Leben zu verkünden, das uns durch Jesus Christus versprochen ist.

Paulus gibt Selbstauskunft über seinen Auftrag; es geht um nichts geringeres als das Leben überhaupt.

2Ich schreibe an Timotheus, meinen lieben Sohn.

Gnade, Erbarmen und Frieden sei mit dir von Gott, dem Vater, und von Jesus Christus, unserem Herrn!

Der „Erbarmenszuspruch“ Gottes, soll dem eher schwächlichen Timotheus auferbauen und gut tun; Paulus orientiert sich dabei an der Person Jesus Christus.

  • Hebr. 4,15 Jesus ist ja nicht ein Hoherpriester, der uns in unserer Schwachheit nicht verstehen könnte. Vielmehr war er – genau wie wir – Versuchungen aller Art ausgesetzt, ´allerdings mit dem entscheidenden Unterschied, dass` er ohne Sünde blieb. 16 Wir wollen also voll Zuversicht vor den Thron unseres gnädigen Gottes treten, damit er uns sein Erbarmen schenkt und uns seine Gnade erfahren lässt und wir zur rechten Zeit die Hilfe bekommen, die wir brauchen (Neue Genfer Übersetzung).

3Wenn ich an dich denke, bin ich voll Dank gegen Gott, dem ich mit reinem Gewissen diene, wie es schon meine Vorfahren taten. Tag und Nacht denke ich unablässig an dich in meinen Gebeten. 4Ich erinnere mich an deine Abschiedstränen und sehne mich danach, dich wiederzusehen, damit ich mich so recht von Herzen freuen kann. 5Ich habe deinen aufrichtigen Glauben vor Augen, denselben Glauben, der schon in deiner Großmutter Loïs und deiner Mutter Eunike lebte und der nun – da bin ich ganz sicher – auch in dir lebt. 6Darum ermahne ich dich: Lass die Gabe wieder aufleben, die Gottes Geist in dich gelegt hat und die dir geschenkt wurde, als ich dir die Hände auflegte!

Das klingt so, als wundere sich Paulus selbst, dass sich Timotheus so gut entwickelte und weiterhin bei der Stange bleibt; er kann das nur auf das Wirken Gottes in Form von Gebetserhörungen zurückführen; damit das so bleibt, setzt er mit seinen Fürbitt-Gebeten fort.

Timotheus wird hier als sentimentaler Typ gezeigt, der weinte als die Trennung von Paulus anstand. Und gerade wenn Zweifel in ihm aufsteigen, soll sich Timotheus an seine Glaubensverwandten erinnern; denn, wie sie durchgekommen sind, so wird‘s ihm auch gelingen; er soll gerade nach jeden Versagen immer wieder neu beginnen und sich an den positiven Anfang erinnern.

7Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Feigheit gegeben, sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

Luther: Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht …

Interessante Wortwahl der Guten-Nachricht-Übersetzung: Feigheit kann als Tat dem Empfinden der Furcht folgen.

8Bekenne dich also offen und ohne Scheu zur Botschaft von unserem Herrn! Schäme dich nicht meinetwegen, weil ich für ihn im Gefängnis sitze, sondern sei bereit, mit mir für die Gute Nachricht zu leiden. Gott gibt dir die Kraft dazu.

Doch es geht im Gegensatz nicht um Flucht und Zurückweichen, sondern um Standhaftigkeit und offenes Bekenntnis. Dabei scheint es normal Unangenehmes und Widriges zu erfahren. Wir können in allem Gottes Kraft erfahren.

Jesus Christus, unser Lebensretter

9Er hat uns gerettet und uns dazu berufen, ihm ganz als sein Eigentum zu gehören – nicht wegen unserer guten Taten, sondern aus seinem eigenen freien Entschluss. Ihm gehören wir aus reiner Gnade, wie er sie uns durch Jesus Christus geschenkt hat schon vor aller Zeit.

Es geht darum alles von Gott zu erwarten; vollkommen in der Hingabe zu ihm zu leben, weil er uns gerettet, erwählt und beschenkt hat.

10Jetzt aber ist diese Gnade offenbar geworden, als Jesus Christus, unser Retter, auf der Erde erschien. Er hat dem Tod die Macht genommen und das unvergängliche Leben ans Licht gebracht.

Jetzt wird‘s konkret und das Leben „analysiert“: Jesus erscheint auf der Erde, entzieht den Tod die Grundlage auf der er „funktioniert“ und ermöglicht dadurch Auferstehungsleben.

Darum geht es in der Guten Nachricht, 11die ich als Apostel und Lehrer öffentlich bekannt zu machen habe.

Hier schließt der Gedanke wieder an Vers 1 an; Paulus ist sich seiner Sendung bewusst und diese handelt von nichts weniger als dem Leben, das auf Jesus Christus beruht.

Verfasst von: gdittrich | 30. Juli 2021

Kirchengeschichtliche Einblicke

Abschließend einige Betrachtungen zur gesamtgemeindlichen Situation, die sich in einzelnen Personen spiegelt und bereits mit weltweiter Ausrichtung angelegt ist.

1Kor 16,1 Ich komme jetzt zu der Geldsammlung für die Gemeinde in Jerusalem. Ihr müsst es so halten, wie ich es auch den Gemeinden in Galatien gesagt habe:

Es besteht zu dieser Zeit bereits ein Netzwerk von christlichen Gemeinden mit vergleichbaren Abläufen, die miteinander in Kontakt stehen (vgl. Verse 8+19).

Der intergemeindliche Finanzausgleich ist, neben der Behebung von konkreten Nöten, ein Zeichen geschwisterlicher Verbundenheit und stärkt das Gefühl der Zusammengehörigkeit.

2 Jeden Sonntag legt ihr bei euch zu Hause etwas auf die Seite, so viel jeder oder jede entbehren kann. Bewahrt es auf; dann muss nicht erst gesammelt werden, wenn ich komme. 3 Nach meiner Ankunft werde ich die Brüder, die ihr aussucht, mit Empfehlungsschreiben nach Jerusalem schicken, damit sie eure Spende übergeben. 4 Wenn es sich empfiehlt, dass ich selbst mitkomme, werden wir gemeinsam reisen.

So wie heute soll nicht jeden Sonntag bei der Gottesdienstfeier gesammelt werden. Die Gläubigen sollen Beträge kontinuierlich nach eigenen Vermögen zurücklegen, ansparen und den Gesamtbetrag dann in einer Summe übergeben. Damit entfällt die Logistik der Aufbewahrung.

5 Ich komme über Mazedonien zu euch. Dort werde ich nur durchreisen, 6 bei euch dagegen möchte ich, wenn möglich, eine Zeit lang bleiben, vielleicht sogar den Winter über. Dann könnt ihr mich für die Weiterreise mit allem Nötigen ausstatten. 7 Ich möchte euch diesmal nicht nur flüchtig auf der Durchreise besuchen. Ich hoffe, dass ich einige Zeit bei euch verbringen kann, wenn der Herr es erlaubt.

Paulus weiß um die Wichtigkeit des persönlichen Kontakts und weckt schonmal vorfreudige Erwartungen. Korinther können sich bereits vorbereiten die Briefthemen weiter zu vertiefen und sich neue Fragen zu überlegen.

8 Ich habe vor, noch bis Pfingsten in Ephesus zu bleiben. 9 Hier steht mir die Tür weit offen für ein erfolgreiches Wirken, und ich muss mich mit vielen Gegnern auseinandersetzen.

Auseinandersetzungen sind zwar mühsam, aber Paulus scheint sich sicher zu sein, aus den Disputationen als Sieger hervorzugehen und viele vom christlichen Glauben überzeugen zu können.

10 Wenn Timotheus zu euch kommt, dann seht darauf, dass ihr ihn nicht entmutigt. Denn er arbeitet genau wie ich für den Herrn. 11 Niemand soll ihn verachten. Verabschiedet ihn in gutem Einvernehmen und gebt ihm, was er braucht, damit er zu mir zurückkommen kann. Ich erwarte ihn zusammen mit den Brüdern, die bei ihm sind.

Timotheus scheint etwas das Sorgenkind zu sein, den man als Assistenten Paulus wohl gar nicht so ernst nimmt.

12 Dem Bruder Apollos habe ich lange zugeredet, mit den Brüdern zusammen zu euch zu reisen, aber er wollte jetzt einfach nicht. Wenn es ihm besser passt, wird er kommen.

Apollos ist dagegen eher der eigenständige Kopf, der Paulus selbstbewusst auf Augenhöhe begegnet.

4 Tipps

  • 13 Seid wachsam!

aufmerksam, vorsichtig, sein und angemessen mit Missständen umgehen

  • Steht im Glauben fest!

widerstandfähig, verharren und bei dem bleiben, was man eingeübt hat

  • Seid mutig und stark!

nicht zögerlich, sondern Zukunft gestalten

  • 14 Alles, was ihr tut, soll von der Liebe bestimmt sein.

herausragendes Kennzeichen

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15 Ihr wisst, Brüder und Schwestern: Die Stephanas-Familie war die erste bei euch in Achaia, die zum Glauben kam, und sie hat sich ganz für den Dienst an der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Ich bitte euch: 16 Ordnet euch solchen Menschen unter! Begegnet allen mit Achtung, die in der Gemeinde mitarbeiten und Aufgaben übernehmen.

Die Gemeinde ist der Star! Paulus weist auf das Ideal des tätigen Engagements zum Wohle aller. Dabei tun sich manche stärker als andere hervor und erweisen sich als Säulen und Konstante der Gemeinschaft.

17 Ich freue mich, dass Stephanas, Fortunatus und Achaikus bei mir sind. Sie haben mich dafür entschädigt, dass ihr nicht alle hier sein könnt. 18 Sie haben mich aufgemuntert, so wie sie es auch mit euch getan haben. Solche Menschen sollt ihr achten.

Das Beteiligung an der christlichen Sache geht so weit, dass sogar der Haushaltsvorstand mit auf Missionsreise geht.

19 Die Gemeinden der Provinz Asien lassen euch grüßen. Das Ehepaar Aquila und Priska und die Gemeinde, die sich in ihrem Haus versammelt, grüßen vielmals euch alle, mit denen sie durch den Herrn verbunden sind. 20 Alle Brüder und Schwestern lassen euch grüßen. Grüßt euch gegenseitig mit dem Friedenskuss! 21 Zum Schluss mein persönlicher Gruß! Ich, Paulus, schreibe ihn mit eigener Hand.

Der Friedenskuss als Zeichen engster Verbundenheit und Einheit.

22 Wer den Herrn verachtet, soll verflucht sein, dem Gericht Gottes übergeben! Maranata – Unser Herr, komm! 23 Die Gnade des Herrn Jesus sei mit euch! 24 Meine Liebe gilt euch allen. Durch Jesus Christus sind wir miteinander verbunden.

Alles ist auf den Herrn Jesus, ausgerichtet. Er ist unsere Hoffnung, unser Ziel auf das wir warten und hinleben. Bis dahin stehen wir in Einheit zusammen.

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